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Der Tod kommt nach Pemberley

Der Tod kommt nach Pemberley

Kriminalroman


Im Jahr 1803, sechs Jahre nach der Hochzeit von Mr. Darcy und seiner Elizabeth, geht das Leben auf Pemberley seinen idyllischen Gang. Doch am Abend vor dem großen Herbstball wird die Vorfreude empfindlich gestört: Aus dem waldigen Dunkel des Parks bricht in rasender Fahrt eine Kutsche, darin eine völlig aufgelöste Lydia Wickham - Elizabeths missratene kleine Schwester -, die behauptet, ihr Mann sei ermordet worden! Bald wird klar dass allzu viele der Anwesenden bei der schlimmen Geschichte ihre Finger im Spiel haben könnten. Der Zusammenbruch einer heilen Welt ist perfekt …

1.      In welchen Bereichen zeigt sich die Intertextualität von "Der Tod kommt nach Pemberly" besonders?

2.      Wie geht P. D. James mit der literarischen Vorlage von Jane Austen um?

3.      Kann der Roman auch ohne den Hypertext bestehen? Warum? Warum nicht?

4.      In welchen Belangen werden die Figuren von P. D. James weiterentwickelt?

5.      Welche Merkmale des historischen Kriminalromans sind besonders gut gelungen? Welche kommen weniger zur Geltung?

"Meisterhaft gelingt es PD James fließend an „Stolz und Vorurteil“ anzuschließen. Durch die detailgetreue historische Ausgestaltung ihrer Schauplätze und Figuren fühlt sich der Leser zurückversetzt in das bürgerliche 19. Jahrhundert der Jane Austen, in der Etikette und Geld nahezu die wichtigsten Dinge waren, die eine Frau auszeichneten. Fast nicht lässt den Leser vermuten, dass es sich nicht um die gleiche Autorin handelt." Melissa Beyel für Deutschlandfunk (Deutschlandfunk, Büchermarkt mit Denis Scheck, 16.05.2013) 

"Das ist nicht nur was für Jane-Austen-Fans! Die sich aber natürlich riesig freuen können, dass James sechs Jahre nach dem Ende von 'Stolz und Vorurteil' eine Krimifortsetzung geschrieben hat, in der man alle Helden wiedertrifft. Sprachlich toll an Austen angepasst, ein bisschen Mantel-und-Degen-Romantik, was will man mehr..." (Sonja Siol, 04.08.2015)

"Ich kann dieses Buch nur jedem Stolz und Vorurteil Fan mit Empfehlung ans Herz legen denn es ist einfach gut geschrieben. Und ich schließe mich den andren Leseempfehlungen an.
Es ist einfach ein gut geschriebener historischer Kriminalroman." (Bellemere McDraklen, 23.08.2015)

Phyllis Dorothy James, seit 1991 Baroness James of Holland Park, wurde 1920 in Oxford geboren und verstarb im November 2014 ebendort. Da ihr Mann unheilbar krank aus dem Weltkrieg zurückkehrte, musste sie für sich und die beiden Töchter selbst sorgen. Erst nach langen Jahren in der Krankenhausverwaltung und in der Kriminalabteilung des Innenministeriums konnte sie sich ab 1962 ganz der Schriftstellerei widmen. P. D. James, weltweit als Queen of Crime gerühmt, wurde mit Auszeichnungen und Preisen überhäuft; ihr Commander Adam Dalgliesh, der die meisten Fälle löst, ist in die Literaturgeschichte eingegangen.

Die Königin des Krimis als Autorin eines Fortsetzungsromans zu Jane Austens „Stolz und Vorurteil“ – was kann da schiefgehen, fragten wir uns. Die Antwort ist: Nicht viel. Schon im Vorwort thematisiert P. D. James ihre Begeisterung für Austens Romane, sodass jede Sorge, die Autorin könnte das Original nicht ernst genug nehmen, im Keim erstickt wird. Es ist eine Hommage an die große Autorin des gesellschaftlichen Frauenromans, auch wenn James in ihrem Vorwort gesteht, dass Jane Austen selbst vom Genre des Kriminalromans nicht viel hielt.

James ist ein Kriminalroman gelungen, der die natürliche Entwicklung der Protagonisten aus Austens Meisterwerk in eine unterhaltsame Krimi-Handlung einbindet, sodass die Leser ihre alten Bekannten in neuen Lebenssituationen wiedertreffen und teilweise neu kennenlernen. Dabei drückt sie ihnen nicht mit aller Macht ihren Stempel auf, sondern richtet sich nach dem, was Austen in der Figurenzeichnung bereits angelegt hatte.

Unser Fazit: Ein unterhaltsamer, schlauer historischer Kriminalroman, der gleichermaßen für Fans von P. D. James als auch von Jane Austen ein anregendes Leseerlebnis bereithält.

 

9,99 €
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Erschienen am
ISBN 978-3-426-30413-6
Kategorien Belletristisch, Spannend